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Popstars 2003: Das Duell

Nachdem Anfang des neuen Jahrtausends die No Angels und Bro’Sis erfolgreich aus der ersten und zweiten Staffel der Popstars Serie hervorgingen und große Erfolge feiern konnten, arbeiteten die Macher von ProSieben am neuen Konzept der folgenden, dritten Staffel Popstars 2003: Das Duell.

Im Jahr 2003 sollte es soweit sein. In ganz Deutschland wurden Teenies zu Gesang und Tanz gebeten. Aber die neue Staffel sollte mehr als nur ein langweiliger Abklatsch der vorherigen Ausgaben sein, und so wurde das Konzept maßgeblich verändert. Im Laufe der gesamten Staffel wurden dieses Mal zwei Bands zusammengestellt, die dann folgend miteinander konkurrieren sollten, um auf dieser Weise das harte Musikgeschäft kennen lernen und sich dadurch etablieren zu können. Letztendlich basierte der Sieg der Boyband Overground auf den Verkaufszahlen der ersten Single, mit denen sie sich im Finale gegen die Girlgroup Preluders durchsetzen konnten.

Geballte Ladung Popstars Kompetenz

Bekanntlich sind die Formate um Reality Shows stets mit spannenden Geschichten versehen. Bereits die vorherigen Staffeln haben das eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wenn eine ganze Gruppe Girls auf einem Haufen hockt oder selbst überschätzte Kandidaten auf die kompetente Jury treffen, dann ist Ärger vorprogrammiert. Da machte auch Staffel 3 der Popstars keine Ausnahme. Wie schon zwei Jahre zuvor machte es sich Detlef D. Soost in der Jury bequem. Sein Aufgabenbereich umfasste sowohl Choreographien und Tanzen, als auch persönliches Coaching und Antreiben der Kandidaten. Neben ihm machte es sich Uwe Fahrenkrog-Petersen zur Aufgabe, den Teilnehmer seinen Fundus an musikalischem Wissen zu vermitteln. Songs wie „99 Luftballons“ oder „Nur geträumt“ stammen aus seiner Feder. Gemeinsam mit Nena spielte er diese erfolgreich zu Zeiten der Neuen Deutschen Welle. Künstlerische Tätigkeiten und langjährige Bühnenerfahrung sollten durch die deutsche Rapperin Sabrina Setlur vermittelt werden, die bis heute zu den erfolgreichsten Solokünstlerinnen aus Deutschland zählt.

Es war diese Popstars Jury, die in der Folge aus über 12.000 Kandidaten zunächst 46 Teilnehmer auswählen sollte, die sich berechtigte Hoffnungen auf einen möglichen Sieg machen konnten. Keine leichte Aufgabe. Und der Weg führte dabei über spannende Geschichten, lustige Teilnehmer und traurige Ereignisse.

Tränen und Trauer bei Popstars…

Die Popstars Kandidaten hatten wahrlich keinen leichten Weg vor sich. Wer sich im Casting durchsetzen konnte, musste anschließend bei der großen Flughafenshow sein bestes geben. Nur wer an diesem Abend in Düsseldorf weiter kam, durfte anschließend direkt nach Orlando fliegen, wo wochenlang, harte Workshops auf die Teilnehmer warteten. Hier sollten die bereits talentierten Kandidaten den Feinschliff erhalten. Gesangs- und Tanztraining von morgens bis abends, eigene Choreographien und viel Sport. Diese Punkte dominierten den Alltag der 27 Verbliebenen. Am 29. und 30. September des Jahres wurden die letzten Kandidaten nach dem Workshop nach Hause geschickt, die für die Jury nicht weiter als Popstars in Frage kamen.

Jede Woche wurden auf diese Weise die motivierten, aber glücklosen Teilnehmer nach Hause geschickt, bis schließlich nur noch zwölf von ihnen übrig blieben. Zu diesem Zeitpunkt konnten diesen Teilnehmer noch darauf hoffen, in die Band zu gelangen. Immerhin standen die Chancen gut, bei zwei Bands und nur noch zwölf Teilnehmern. Anne aus Dersum, Miriam aus Heidelberg, Julie und Rebecca aus Berlin, Anh-Thu aus Lörrach, Tertia aus Neu-Isenburg, Akay aus Ratingen, Ken aus Sinzig, Meiko aus Wiesbaden, Marc aus Hamburg, Tomas aus Bovenden-Harste und Michael aus Dreieich standen also bereit. Doch vor allem um Akay sollte sich noch ein wilder Wind drehen. Es kam heraus, dass dieser bereits anderweitig an Verträge gebunden war, diese aber einfach verschwiegen hatte. Unabhängig davon, dass die Jury natürlich sehr erbost darüber war, verhinderten die Verträge das Einziehen von Akay in die Band.

Die Plattenfirma hinter dem Geschehen war schließlich auch dagegen, doch die Jury sprach sich für Akay aus, was allerdings zusätzliche Kosten für das Projekt bedeutete. Am Abend des 06. Oktobers war es schließlich soweit und die beiden Bands wurden von der Jury ausgewählt. Von da an sollte anschließend das Duell beginnen. Die Boygroup Overground, bestehend aus, dem von den Verträgen freigekauften, Ahmet ‚Akay‘ Kayed, Ken Miyao, dem erst 16 jährigen Marq Porciuncula und Meiko Reißmann, gegen die weibliche Konkurrenz Preluders, mit Tertia Botha, Miriam Cani, Anh-Thu Doan und Rebecca Miro an Bord. Doch Jury und Produzenten waren noch nicht zufrieden mit den Aufnahmen der beiden Gruppen. Erstmals wurden nachträglich die Bandgefüge verändert. Die rockige Stimme Anne Ross stieß zu den Preluders dazu, und der ebenfalls vorzeitig ausgeschiedene Fabrizio fand seinen Platz bei Overground, verließ diesen jedoch bald darauf, um eine Solokarriere anzustreben.

Die erste Tour bei Popstars und endgültige eine Entscheidung

Bereits in der Sendung des 10. Oktobers, also nur vier Tage nach dem Entscheid, wurden die Tourvorbereitungen der Bands in der Sendung gezeigt. Die angehenden Popstars mussten Auftritte und Verkäufe der aufgenommenen Single selbst managen. Mit „I Wanna Sex You Up“ von Overground und dem Cover „Losing My Religion“ auf Seiten der Preluders wurden die Auftritte gestaltet. Die dazugehörigen Singles wurden lediglich in Fastfood Läden verkauft, wofür die Teilnehmer möglichst selbst die Werbetrommel rühren sollten. Schließlich war es dann soweit und am 03. November sollte die endgültige Siegerband feststehen. Und obwohl die Preluders in einem Vorentscheid in der Show “Arabella” siegen konnten, entschieden die Jungs von Overground das Finale für sich. Entscheidend waren die Singleverkäufe und Stimmen der Zuschauer, von denen immerhin über drei Millionen an diesem Abend zuschauten, und hier hatten die männlichen Popstars die Nase vorn.

Das Erbe der dritten Popstars Staffel 2003 das Duell

Bereits in der Finalshow stimmen die Jungs von Overground ihre erste Single „Schick mir ‘nen Engel“ an und werden prompt mit dem ersten Platz der Charts belohnt. Jurymitglied Dee Soost ist beim Finale zu Tränen gerührt. “Anfangs bei den Proben habt ihr noch gesungen, als ob ihr die Forellen am Hamburger Fischmarkt ansingen wolltet”, sagte der Choreograph aus Berlin, “heute kann ich bei diesem Song nicht nicht weinen”. Aber auch ihre weibliche Konkurrenz blieb, trotz des verlorenen Finales, nicht untätig. „Everyday Girl“ wurde die erste Single der Girls, natürlich ebenfalls mit Platzierung ganz oben in den deutschen Charts. Solokünstler Fabrizio Levita macht bis heute erfolgreich Musik, sowohl auf Deutsch als auch Italienisch.